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von Nele Schröter

Die kanadische Autorin Margaret Atwood wurde einmal gefragt, was ihr Lieblingswort sei. Wider Erwarten antwortete sie nicht mit einem hochtrabenden Begriff, sondern erwiderte: „Und. Es ist so hoffnungsvoll.“ Als ich über meine Wünsche für Sachsen-Anhalt nachdachte, kam mir dieses Zitat immer wieder in den Sinn, denn ich wünsche unserem Land dieses „Und“ in mehr als einer Hinsicht. Ich wünsche Sachsen-Anhalt ein nie aufhörendes „Und“, eine ständige Weiterentwicklung, einen konstanten Fortschritt. Seit 25 Jahren nun geht unser Land seinen Weg. Wir Menschen müssen in diesem Alter wohl spätestens unser weiteres Leben geplant haben, und auch Sachsen-Anhalt kann in die Zukunft sehen, die unendlich viele Möglichkeiten bereithält, wo auch neue Herausforderungen warten. Ich wünsche unserem Bundesland zum heutigen Geburtstag, dass es die einen nutzt und die anderen besteht. Ich wünsche Sachsen-Anhalt, dass seine Einwohner erkennen, dass das berühmte Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht ist und dass sich jene finden, die die Initiative ergreifen, die ein jedes Fortkommen so dringend benötigt. Ich wünsche mir, dass ein „Und“ ein „Oder“ so oft wie möglich ersetzt, dass es stattdessen zwischen all den wichtigen Zielen und Aufgabenfeldern unseres Landes steht. Ich wünsche mir, dass sich ein „Und“ zwischen mir und dir, zwischen allen Menschen im Land befindet, dass es uns, unabhängig aller Unterschiede, eint. Ich wünsche Sachsen-Anhalt, dass ein „Und“ seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Einklang bringt. Und letztendlich wünsche ich uns, dass wir nie vergessen, dass dieses „und“ immer voller Hoffnung ist.